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UDP

Das User Datagram Protocol (kurz: UDP) arbeitet auf Layer 4 des OSI-Schichtenmodells (Transportschicht). Es sorgt dafür, dass eine verbindungslose Verbindung aufgebaut wird.

Unterschiede zu TCP

Es gibt einige Unterschiede zu TCP, weil UDP eigentlich ganz anders aufgebaut ist und anders funktioniert als TCP. Aus diesem Grund gibt es hier die ultimative VS-Tabelle zwischen TCP und UDP.
TCP UDP
verbindungsorientiert (Verbindungsaufbau und -abbau) verbindungslos
Kontrollfunktionen (Flow Control, Segmentierung, ..) keine Kontrollmechanismen
langsamer, wenn wenige Pakete schneller, wenn wenige Pakete
Verwendung: DHCP, FTP, SMTP, HTTP, POP, IMAP, NNTP, ... Verwendung: Audio, Video, DNS, VPN, TFTP, NetBIOS, SNMP, ...
Ziel: 99,9% von Daten sollen ankommen Ziel: Daten sollen möglichst zeitgleich ankommen
viel Header wenig Header (keine Segmentierung, ...)
Bestätigung der Ankunft eines Pakets keine Bestätigungen
setzt Pakete für Anwendung in richtiger Reihenfolge zusammen leitet Pakete direkt an Anwendung weiter, die sich selbst um die Reihenfolge kümmern muss

Funktionsweise von UDP

UDP hat die selbe Aufgabe wie TCP, nur das nahezu alle Kontrollfunktionen fehlen, dadurch schlanker und einfacher zu verarbeiten ist. So besitzt UDP keinerlei Methoden die sicherstellen, dass ein Datenpaket beim Empfänger ankommt. Ebenso entfällt die Nummerierung der Datenpakete. UDP ist nicht in der Lage die Datenpakete in der richtigen Reihenfolge zusammenzusetzen. Statt dessen werden die UDP-Pakete direkt an die Anwendung weitergeleitet. Für eine sichere Datenübertragung ist deshalb die Anwendung zuständig.

In der Regel wird UDP für Anwendungen und Dienste verwendet, die mit Paketverlusten umgehen können oder sich selber um das Verbindungsmanagement kümmern. UDP eignet sich auch für Anwendungen, die nur einzelne, nicht zusammenhängende Datenpakete transportieren müssen, wie zum Beispiel DNS.